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Inselhopping auf den Philippinen: Palawan, Cebu, Bohol und Siargao

Inselhopping auf den Philippinen: Palawan, Cebu, Bohol und Siargao mit Route für 2–3 Wochen, Einreise, eTravel, Reisezeit und Gebühren (Stand 2026).

Puerto PrincesaEl NidoSan Vicente (Palawan)BalabacCebu CityBoholGeneral Luna (Siargao)Manila

Das Wichtigste in Kürze

  • Deutsche bekommen bei der Einreise ein gebührenfreies Aufenthaltsrecht für 30 Tage, wenn sie ein Rück- oder Weiterreiseticket vorlegen; der Reisepass sollte noch sechs Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.
  • Die eTravel-Registrierung ist kostenlos, läuft nur über etravel.gov.ph und ist frühestens 72 Stunden vor der Ankunft möglich.
  • Die trockenere Reisezeit liegt laut PAGASA zwischen Dezember und Mai; Taifune sind vor allem von Juli bis Oktober zu erwarten.
  • Für den Underground River bei Puerto Princesa braucht ihr ein Permit, die Besucherzahl pro Tag ist begrenzt – früh reservieren.
  • Mit drei Wochen schafft ihr Palawan, Cebu, Bohol und Siargao entspannt; für Balabac solltet ihr zusätzliche Puffertage einplanen.

Inselhopping auf den Philippinen heißt: türkisfarbene Lagunen auf Palawan, die Großstadt Cebu, die Hügellandschaft von Bohol und die Surfwellen von Siargao – verbunden durch kurze Inlandsflüge und Fähren. Wir waren an all diesen Orten unterwegs, von Manila über Puerto Princesa, El Nido, San Vicente und Balabac bis nach Cebu City, Bohol und General Luna. In diesem Guide zeigen wir euch, welche Inseln zu welchem Reisetyp passen, wie ihr zwischen ihnen pendelt und was ihr 2026 bei Einreise, Reisezeit und Gebühren beachten müsst.

Warum die Philippinen?

Die Philippinen bestehen aus Tausenden Inseln, und genau das macht sie für eine Rundreise so reizvoll: Jede Region fühlt sich anders an. Palawan steht für Kalkfelsen, Lagunen und Bootstouren, Siargao für Surfen und Kokospalmen, Bohol für Natur im Landesinneren. Dazu kommen herzliche Menschen und mit Englisch als weit verbreiteter Sprache eine vergleichsweise einfache Verständigung.

Die Kehrseite: Die Entfernungen zwischen den Inseln sind groß, Verbindungen hängen vom Wetter ab, und manches Ziel ist nur mit Geduld erreichbar. Wer das einplant, wird belohnt.

Welche Inseln passen zu euch? Der Überblick

OrtWofür bekanntWie hinkommenEmpfohlene Tage
ManilaDrehkreuz, Altstadtviertel Intramuros, Großstadtlebeninternationale Flüge1–2
Puerto PrincesaUnderground River (UNESCO-Welterbe)Inlandsflug, z. B. aus Manila oder Cebu2–3
El NidoBacuit-Bucht, Lagunen, Island-Hopping-Touren A–Dlange Landfahrt ab Puerto Princesa oder Flug zum kleinen Flughafen bei El Nido3–4
San VicenteLong Beach, ruhige AtmosphäreLandweg ab Puerto Princesa oder El Nido2–3
Balabacabgelegene Inselgruppe im Süden PalawansLandweg in den Süden Palawans, dann Boot3–4 plus Puffer
Cebu CityGroßstadt, Geschichte, Drehkreuz für die Visayasinternationale und nationale Flüge1–2
BoholChocolate Hills, KoboldmakisSchnellfähre ab Cebu City oder Flug2–3
General Luna (Siargao)Surfen, Cloud 9, InsellebenFlug nach Siargao, z. B. aus Manila oder Cebu3–5

Palawan: Lagunen, Höhlen und einsame Inseln

Palawan ist die lang gestreckte Insel im Westen des Landes und für viele der Höhepunkt einer Philippinen-Reise. Plant hier den größten Teil eurer Zeit ein, denn die Wege zwischen den Orten sind lang.

Puerto Princesa: Startpunkt und Underground River

Die Inselhauptstadt Puerto Princesa ist mit ihrem Flughafen das Tor nach Palawan. Das wichtigste Ausflugsziel ist der Puerto-Princesa Subterranean River National Park, seit 1999 UNESCO-Welterbe. Laut UNESCO ist der unterirdische Fluss rund 8,2 Kilometer lang, mündet direkt ins Meer und ist auf bis zu 4,5 Kilometern befahrbar. Der Park liegt etwa 76 Kilometer nordwestlich der Stadt, ihr seid also einen ganzen Tag unterwegs.

Wichtig ist die Buchung: Laut dem offiziellen Travel Advisory der Stadt gilt „No permit, no entry“, und die Zahl der Besucher pro Tag ist auf 900 begrenzt, um Fledermäuse und Salanganen in der Höhle zu schützen. Permits gibt es über das Buchungsbüro in Puerto Princesa; ihr müsst euch mit gültigem Ausweis registrieren. Aktuelle Gebühren und Buchungswege ändern sich – prüft sie vor der Reise direkt beim Park oder bei der Stadt.

El Nido: Island Hopping mit den Touren A bis D

El Nido liegt an der Bacuit-Bucht im Norden Palawans, umgeben von Kalksteininseln. Die Bootstouren sind dort standardisiert und heißen schlicht Tour A, B, C und D. Jede kombiniert mehrere Lagunen, Strände, Höhlen und Schnorchelstopps; welche Lagune genau zu welcher Tour gehört, wird gelegentlich angepasst. Für einzelne Lagunen fallen zusätzliche Eintritte an, und manche haben eigene Besucherregeln. Fragt beim Buchen deshalb immer, was im Preis enthalten ist.

Zusätzlich erhebt die Gemeinde eine Umweltgebühr, die Eco-Tourism Development Fee (ETDF), die für einen bestimmten Zeitraum für alle Touren gilt. Laut der Philippine Information Agency lag sie lange bei 200 Peso, und die Gemeinde arbeitete Anfang 2024 an einer Neuregelung. Aktuelle Berichte nennen ca. 400 Peso pro Person (Stand: Oktober 2026). Die genaue Höhe und Gültigkeitsdauer erfahrt ihr beim Tourismusbüro in El Nido oder bei eurem Touranbieter.

San Vicente: Long Beach und Ruhe

Zwischen Puerto Princesa und El Nido liegt San Vicente. Der Ort ist vor allem für Long Beach bekannt, einen kilometerlangen Sandstrand, der in mehrere Abschnitte gegliedert ist. Im Vergleich zu El Nido geht es hier deutlich ruhiger zu – ideal, um zwischen zwei Bootstagen durchzuatmen.

Balabac: abgelegen und nur mit Zeitpuffer

Ganz im Süden Palawans liegt die Inselgruppe Balabac. Sie ist deutlich schwerer zu erreichen als der Norden: Ihr fahrt zunächst über Land in den Süden der Insel und setzt dann per Boot über. Bootsverbindungen hängen stark vom Wetter und vom Seegang ab, plant deshalb mindestens einen Puffertag ein. Die touristische Infrastruktur ist einfach.

Zur Sicherheit: Balabac liegt nicht in den Gebieten, für die das Auswärtige Amt eine Teilreisewarnung ausspricht (siehe unten). Die Inseln liegen aber weit abseits, nahe der Seegrenze zu Malaysia. Informiert euch vor der Reise über die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts, organisiert die Überfahrt über lokal registrierte Anbieter und fragt vor Ort nach der aktuellen Lage.

Cebu City: Drehkreuz der Visayas

Cebu City ist eine der größten Städte des Landes und neben Manila das wichtigste Drehkreuz. Der internationale Flughafen liegt auf der vorgelagerten Insel Mactan. Für euer Inselhopping ist Cebu vor allem praktisch: Von hier fliegt ihr nach Palawan oder Siargao, und die Schnellfähren nach Bohol legen in der Stadt ab. Ein, zwei Tage reichen, um die historische Innenstadt zu erkunden und Vorräte aufzufüllen.

Bohol: Chocolate Hills und Koboldmakis

Von Cebu City erreicht ihr Bohol mit der Schnellfähre in ca. zwei Stunden. Die Insel wurde 2023 als erste Region der Philippinen zum UNESCO Global Geopark ernannt, wie das philippinische Außenministerium mitteilt. Bekanntestes Motiv sind die Chocolate Hills, eine Landschaft aus unzähligen kegelförmigen Karsthügeln, die in der Trockenzeit braun werden.

Bohol ist außerdem Heimat des Philippinen-Koboldmakis (Tarsier), eines winzigen, nachtaktiven Primaten. Die Tiere sind sehr stressempfindlich. Besucht sie deshalb nur in Schutzeinrichtungen, die echte Regeln durchsetzen: kein Blitz, leise sprechen, nicht anfassen, Abstand halten. Angebote, bei denen Koboldmakis zum Fotografieren herumgereicht werden, solltet ihr meiden.

Siargao und General Luna: Surfen und Inselgefühl

General Luna ist der lebhafteste Ort auf Siargao. Hier liegt Cloud 9, der berühmteste Surfspot der Insel – ein Riffbreak, der eher für Geübte ist. Anfänger finden in der Umgebung sanftere Spots und zahlreiche Surfschulen. Wann die Wellen am besten sind, hängt vom Swell ab; fragt am besten vor Ort, welche Spots gerade zu eurem Niveau passen. Nach Siargao kommt ihr am einfachsten per Flug aus Manila oder Cebu.

Übrigens: Siargao gehört geografisch zur Region Mindanao, ist aber ausdrücklich von der Empfehlung des Auswärtigen Amts ausgenommen, nicht notwendige Reisen nach Mindanao zu vermeiden.

Manila: mehr als nur Umsteigen

Manila ist für die meisten Reisenden der Ein- und Ausgangspunkt. Die meisten Inlandsflüge nach Palawan und Siargao starten hier. Wenn ihr einen Tag Zeit habt, lohnt sich das Viertel Intramuros mit seinen alten Stadtmauern. Plant bei Anschlussflügen großzügige Umsteigezeiten ein, denn der Verkehr in der Hauptstadt ist berüchtigt.

Was müsst ihr 2026 praktisch wissen?

Einreise und eTravel

Laut Auswärtigem Amt erhalten Deutsche bei der Einreise ein gebührenfreies Aufenthaltsrecht für 30 Tage, wenn sie ein gültiges Rück- oder Weiterreiseticket vorlegen – also ein Ticket, mit dem ihr das Land wieder verlasst. Der Reisepass sollte noch mindestens sechs Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültig sein; ein Personalausweis reicht nicht. Wer länger bleiben möchte, beantragt die Verlängerung rechtzeitig bei der philippinischen Einwanderungsbehörde.

Zusätzlich müsst ihr euch über eTravel registrieren. Laut der offiziellen FAQ ist die Registrierung kostenlos und frühestens 72 Stunden vor der Ankunft möglich. Nutzt ausschließlich etravel.gov.ph – Seiten, die dafür Geld verlangen, sind nicht offiziell. Speichert den QR-Code, er wird beim Boarding oder bei der Einreise kontrolliert.

Inlandsflüge und Fähren

Die großen Distanzen überbrückt ihr per Flug, kürzere Strecken wie Cebu–Bohol per Fähre. Bucht Flüge früh und achtet auf die Gepäckregeln, die bei kleinen Maschinen strenger sein können. Fähren und Bootstouren fallen bei schlechtem Wetter oder Sturmwarnungen aus. Legt deshalb keinen wichtigen Termin direkt hinter eine Überfahrt und plant vor dem Heimflug einen Puffertag in Manila oder Cebu ein.

Beste Reisezeit und Taifunsaison

Laut dem philippinischen Wetterdienst PAGASA gibt es zwei Hauptjahreszeiten: Regenzeit von Juni bis November und Trockenzeit von Dezember bis Mai. Die Trockenzeit teilt sich in eine kühlere Phase von Dezember bis Februar und eine heiße von März bis Mai. Pro Jahr ziehen im Schnitt rund 20 tropische Wirbelstürme durch das Überwachungsgebiet von PAGASA, die meisten zwischen Juli und Oktober. Regional gibt es Unterschiede, vor allem an den zum Pazifik gewandten Ostküsten. Für Inselhopping mit vielen Bootsfahrten sind die Monate Dezember bis Mai daher am planbarsten.

Bargeld oder Karte?

In Städten, Hotels und größeren Restaurants könnt ihr oft mit Karte zahlen. Auf kleinen Inseln, bei Tricycles, Bootsleuten und an Marktständen braucht ihr dagegen Bargeld in Peso. Geldautomaten sind in abgelegenen Orten rar und können leer sein, und für ausländische Karten verlangen viele Banken eine Gebühr pro Abhebung. Hebt deshalb in größeren Orten ausreichend ab, bevor ihr nach Balabac oder auf kleinere Inseln fahrt, und wählt am Automaten die Abrechnung in Peso statt in Euro. Welche Karten sich für Reisen eignen, erklären wir in unserem Artikel Richtig bezahlen auf Reisen.

Tipp: Nehmt für Bootstouren einen wasserdichten Beutel mit genug Bargeld für Eintritte, Gebühren und Snacks mit – auf dem Wasser gibt es keinen Geldautomaten.

Sicherheit laut Auswärtigem Amt

Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die Zamboanga-Halbinsel, die Provinzen Misamis Occidental und Lanao del Norte, die autonome Region Bangsamoro (BARMM), die Region Soccsksargen sowie in den Sulu-Archipel und das angrenzende Seegebiet. Von nicht notwendigen Reisen in andere Teile Mindanaos wird abgeraten; ausgenommen sind unter anderem Davao City und Siargao. Die Orte in diesem Artikel liegen außerhalb dieser Gebiete. Die Lage kann sich ändern, prüft die Hinweise daher kurz vor Abflug und tragt euch in die Krisenvorsorgeliste Elefand ein.

Umweltgebühren

Rechnet auf Palawan mit Gebühren für Schutzgebiete: das Permit für den Underground River, die ETDF in El Nido und Eintritte für einzelne Lagunen. Die Beträge sind nicht hoch, summieren sich aber. Sie finanzieren den Schutz genau der Orte, für die ihr anreist.

Beispielroute: Philippinen in 2 bis 3 Wochen

Drei Wochen (21 Tage):

  1. Tag 1–2: Ankunft in Manila, Intramuros
  2. Tag 3–5: Flug nach Puerto Princesa, Underground River
  3. Tag 6–8: San Vicente und Long Beach
  4. Tag 9–12: El Nido mit zwei bis drei Bootstouren
  5. Tag 13: Transfer nach Puerto Princesa und Flug nach Cebu (je nach Verbindung auch über Manila)
  6. Tag 14–16: Fähre nach Bohol, Chocolate Hills und Koboldmakis
  7. Tag 17–20: Siargao, Surfen in General Luna
  8. Tag 21: Flug über Manila oder Cebu nach Hause

Zwei Wochen (14 Tage): Konzentriert euch auf Palawan (Puerto Princesa, El Nido, eventuell San Vicente) und dazu Bohol oder Siargao. Alles in zwei Wochen zu schaffen, bedeutet fast täglich Transfers.

Mit Balabac: Hängt mindestens vier bis fünf Tage an, idealerweise direkt nach Puerto Princesa. Da ihr damit insgesamt nahe an die 30 Tage kommt, behaltet die Aufenthaltsdauer im Blick.

Mehr Eindrücke von unseren Stationen findet ihr in unseren Videos. Und wenn ihr nach dem Inselhopping Lust auf längeres Bleiben an einem Ort habt, lest unseren Bericht Ein Monat auf Bali.

Häufige Fragen

Brauchen Deutsche ein Visum für die Philippinen?

Nein, nicht im Voraus. Bei der Einreise wird ein gebührenfreier Aufenthalt von 30 Tagen gewährt, wenn ihr ein Rück- oder Weiterreiseticket vorlegt. Wer länger bleiben will, muss vor Ablauf bei der Einwanderungsbehörde verlängern.

Wann muss ich mich bei eTravel registrieren?

Frühestens 72 Stunden vor eurer Ankunft auf den Philippinen. Die Registrierung ist kostenlos und nur über die offizielle Seite etravel.gov.ph seriös; den QR-Code solltet ihr speichern.

Wann ist die beste Reisezeit für Inselhopping auf den Philippinen?

Für die meisten Regionen die Trockenzeit von Dezember bis Mai, wobei Dezember bis Februar etwas kühler ist. Von Juli bis Oktober ist Hauptsaison für Taifune, dann fallen Fähren und Bootstouren häufiger aus.

Wie viele Tage braucht man für Palawan, Cebu, Bohol und Siargao?

Rechnet mit mindestens zwei, besser drei Wochen. In zwei Wochen solltet ihr euch auf zwei Inselregionen beschränken, sonst verbringt ihr zu viel Zeit an Flughäfen und Häfen.

Ist Palawan sicher für Touristen?

Palawan gehört laut Auswärtigem Amt nicht zu den Regionen mit Teilreisewarnung, die vor allem Teile Mindanaos und den Sulu-Archipel betreffen. Prüft vor jeder Reise die aktuellen Hinweise, besonders für abgelegene Orte wie Balabac.

Quellen

Angaben ohne Gewähr – Regeln und Preise können sich ändern. Stand: 22. Oktober 2026